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Kommentar vom 1.
Vorsitzenden Klaus Rompel
SVD Kurier, Ausgabe 04/2005 vom 20. Mai
2005
Erhebliche Umbrüche in unserem Verein
Es tritt ein, was alle Verantwortlichen in Hinblick auf die
Folgewirkungen in der Zukunft vermeiden wollten – unsere
1. Mannschaft wird den bitteren Weg in die Kreisliga B
antreten
müssen.
Wir haben versucht gegenzusteuern und haben im Februar des
Jahres
den Trainer gewechselt. Es standen noch 11 Spiele aus und
folglich
waren noch 33 Punkte zu verteilen. Vor diesem Hintergrund
erfolgte
diese Maßnahme, die im Übrigen zukünftig nicht
überstrapaziert
werden sollte, nicht zu spät.
Zudem haben wir den Versuch gestartet die Mannschaft zu
verstärken. Es hat trotz allem nicht gereicht.
Daneben hat mit Ausnahme von Hein Sachse der für den
Spielbetrieb
verantwortliche Fußballausschuß komplett seine Arbeit
eingestellt.
Den Übergang bis zur Jahreshauptversammlung am 24.04.2005
haben
wir organisieren können. Seit der konstituierenden Sitzung
des neu
gewählten Ausschusses haben wir mit Jochen Friedrich einen
neuen
Fußballobmann, der wie alle übrigen Mitglieder des Gremiums
das
volle Vertrauen des Vorstandes genießt, der andererseits
alle
erdenkliche Unterstützung aller Beteiligten bedarf. Mein
besonderer
Dank und meine Anerkennung verdienen Erich Trelenberg und
Reiner
van den Daele, die sich als Trainergespann in vorzüglicher
Weise
eingesetzt haben. Allein der sportliche Erfolg blieb der I.
Mannschaft
versagt. Die Gründe sind wie immer vielfältig.
Eins steht aus meiner Sicht fest. Wir haben uns durch die
roten Karten
seit Februar im wesentlichen selber um unsere durchaus
vorhandenen
Chancen gebracht. Es bleibt ärgerlich, unverständlich und
höchst
überflüssig, wenn eine Mannschaft sich unter Wert verkauft
und den
Abstieg erleben muss, obwohl sie besser ist als sie sich
zeigt.
Jetzt gilt es den Blick nach vorne zu richten. Wir werden
mit
dem neuen Trainer Dimi Kiriakidis, unterstützt von Gerd
Heinrich, wieder angreifen.
Wir haben mit Jochen Friedrich einen manchmal auch emotional
engagierten neuen Obmann und das ist gut so. Wir haben einen
gleichfalls engagierten Fußballausschuß. Mit dieser
Besetzung gilt es
eine Mannschaft mit Zukunftsperspektive zu bilden, die sich
auf das
Wesentliche konzentriert, d.h. sportliche Erfolge zu
erzielen und dies
möglichst rasch, dauerhaft und mit Spaß.
Disziplinlosigkeiten sollten wir uns nicht weiter leisten.
Eindeutige
Entgleisungen sollten in Zukunft auch sehr deutlich
sanktioniert
werden. Die Verantwortlichkeiten sind klar geregelt. Jeder
an seinem
Platz und in seiner Aufgabe – nicht mehr und nicht weniger.
Ich würde mir sehr wünschen, dass wir die laufende Saison
mit
Anstand beenden und dann mit neuem Mut die anstehenden
Aufgaben
gemeinsam angehen.
Schiedsrichterbedrohungen sind unter jedem Niveau,
Tätlichkeiten
im Spielbetrieb, konspirative Thekengespräche und
Zwistigkeiten
untereinander sind nicht zielführend. Unter anderem werden
Spieler,
die dies nicht begreifen, erleben, dass Fehlverhalten
Konsequenzen
haben wird.
Ein Hinweis noch. Mit Entschiedenheit werden wir auch in
Zukunft
vermeiden mit finanziellen Experimenten den sportlichen
Erfolg zu
bewirken. Der SVD ist die falsche Adresse für vermeintlich
alternde
„Stars“, die als „Legionäre“ noch einen schnellen Euro
erwirtschaften
wollen oder auch für jüngere Spieler, die in völliger
Ignoranz der
eigenen Leistungsfähigkeit und unter Vernachlässigung der
Ver-
hältnisse, in denen wir uns bewegen, meinen absurde
finanzielle
Vorstellungen verwirklichen zu können. Solchen Sportfreunden
wünschen wir viel Erfolg in anderen Vereinen und setzen auf
Fußballer,
die im Rahmen ihrer Möglichkeiten Spaß am Spiel und Freude
am
Siegen haben.
Wir sind bemüht Zusagen zu erfüllen. Das beruht auf
Gegenseitigkeit.
Ein Wechselgefüge, dass in Zukunft stärker betont werden
sollte.
Ich meine, es ist verständlich, dass mein Focus derzeit der
1. Mannschaft gilt. Niemand wird sinnvollerweise
unterstellen können,
dass ich dabei die berechtigten Interessen der Reserve oder
auch der
Alten Herren vernachlässige. Ihnen gilt meine besondere
Sympathie.
Gerne beziehe ich hier unsere Jugend ausdrücklich ein.
Ich setze auf eine gute Zukunft des Vereins und sehe
berechtigte
Anzeichen dafür.
Klaus Rompel
1. Vorsitzender
Duisburg, 05. Mai 2005
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