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Nachgefragt

 

Nachgefragt bei Jochen Friedrich

09. April 2004

 Redaktion: Vielen Dank Herr Friedrich, Dass Sie sich die Zeit nehmen
uns einige Fragen zu beantworten.

Jochen Friedrich: Ich werde versuchen, so weit es geht, ihre Fragen
zu beantworten, ohne natürlich zur heutigen Stunde, alle Feinheiten
zu konkretisieren.



Redaktion: Herr Friedrich, Sie werden am 24. April aller Vorraussicht
nach zum Fußballobmann gewählt. Viele in Duissern glauben, dass Sie
unseren Verein wieder in bessere Zeiten führen werden.
Spüren Sie jetzt schon den Druck von aussen?

Jochen Friedrich: Zur ersten Frage halte ich es wie viele Politiker.
Solange ich nicht zum Fußballobmann gewählt worden bin, übe ich das
Amt auch noch nicht aus.

Im Vorfeld kann ich allerdings jetzt schon sagen, dass ich natürlich
viele Fragen an mich herangetragen wurden und ich kann feststellen,
dass sich eine Vielfalt von Interessen ergeben, so wohl negativ als auch positiv.

Da ich von Natur aus ein optimistisch eingestellter Mensch bin, ohne die
Realität aus den Augen zu verlieren, habe ich mich insbesondere in den
letzten 14 Tagen über viele gute Ideen und Anregungen gefreut.

Weil ich in meinem Beruf ebenfalls Druck vertragen muss, kann ich damit leben.
Im Übrigen gibt es gute Mitstreiter an meiner Seite.



Redaktion: In vielen Gesprächen liessen Sie durchblicken, dass Sie den
Zusammenhalt der einzelnen Senioren-Mannschaften untereinander
verbessern wollen. Dies ist sicherlich eine schwere Aufgabe.
Haben Sie schon eine Vorstellung, wie Sie dies schaffen können?

Jochen Friedrich: Ja, hätte ich, wenn es denn so weit wäre. Ich halte es
für überaus Sinnvoll, die beiden Seniorenmannschaften, fester aneinander
zu binden. Nicht zuletzt deshalb, weil die aktive Unterstützung der 2. Mannschaft
insbesondere im letzten aber auch in diesem Jahr vielfach weiter geholfen hat.

Konkrete Vorstellungen sind vorhanden.



Redaktion: Detlef Caspers hat sich sehr um unseren Internetauftritt
bemüht und hat sich u.a. auch an Diskussionen im Forum beteiligt. Für
viele stellt sich die Frage, ob Sie einen ähnlichen Schritt wagen werden.
Können Sie es sich vorstellen aktiv an den Diskussionsrunden im Forum teilzunehmen?

Jochen Friedrich: Kann ich mir durchaus vorstellen, wenn die Diskussion auf einer
fairen und interessanten Plattform vonstatten geht.

Redaktion: Auch beim Internetauftritt wurden wir stetig mit Information vom
ehemaligen Obmann versorgt. Werden Sie dies ebenfalls tun?

Jochen Friedrich: Hier zu gehört viel Vertrauen. Ehrlichkeit vorrausgesetzt, gehört
es einfach dazu die Vereinsmitglieder von entscheidenden Veränderungen oder
Geschehnissen zu informieren.


Redaktion: Der Fußballausschuss, der zuletzt "veraltet" (Dies soll in keinster Weise
abwertend klingen, denn alle Mitglieder des Ausschusses haben wirklich gute Arbeit
geleistet) war, könnte nach Meinung vieler eine Verjüngung gebrauchen.
Wäre dies nicht eine Möglichkeit, Spieler der Reserve, die fast alle schon langfristig im
Verein sind und das wichtigste, auch mit diesen identifizieren, mit einzubinden?

Jochen Friedrich: Ich glaube nicht unbedingt daran, dass „nur“ eine Verjüngung der
Ausschussmitglieder entscheidend für eine gute Arbeit ist, viel mehr dass Engagement.

Einen Vertreter der 2. Mannschaft im Ausschuss wäre Sinnvoll. Dieses zielt ja im Übrigen
auf die Frage 2 ab. Noch mal, es kommt nicht auf die Vielzahl der Vertretungen im Ausschuss
an, sondern auf die Qualität der Personen.



Redaktion: Wie man an den Ergebnissen sieht, leisten Erich Trelenberg und
Rainer van den Daele, gute Arbeit, trotz der bisher ausgebliebenen Punkte.
Werden Sie versuchen, die beiden Trainer davon zu überzeugen, ein weiteres
Jahr die Verantwortung übernehmen?

Jochen Friedrich: Zunächst habe ich die Möglichkeit beiden Trainern für ihr Arbeit zu
danken. Sie haben in einer absolut schwierigen Situation ein Engagement gezeigt,
was ich ihnen persönlich hoch anrechne. Dieses ist nicht selbstverständlich.

Was die Trainerfrage insgesamt anbelangt so möchte ich dazu noch keine Stellung nehmen.

Selbstverständlich sind auch schon mit Erich Trelenberg und Reiner v. d. Daele geführt worden.
Falls es dennoch nicht zu einer Verpflichtung der Beiden kommen sollte, dann ist nicht die
Verantwortung entscheidend, sondern vielmehr die Privatsphäre.


Redaktion: Seit einigen Wochen stehen Sie noch näher an der Mannschaft.
Welchen Eindruck haben Sie gewonnen, glaubt die Mannschaft an die Rettung
oder hat sie sich bereits aufgegeben?

Jochen Friedrich: Ich habe nicht den Eindruck, dass sich die Mannschaft aufgegeben hat.
Jeder Zuschauer hat gesehen, dass auch viel Pech im Spiel war. Nach wie vor behaupte ich,
dass der Tabellenstand nicht unbedingt Ausdruck über die Spielstärke der Mannschaft ist.

Natürlich können 2 rote Karten für Leistungsträger nicht darüber hinweg täuschen, dass die
Situation äußerst prekär ist.

Betrachten wir das Restprogramm so ist hier noch alles möglich.

Voraussetzung ist natürlich ein Sieg gegen unseren Nachbarn Post Duisburg.

Ich betone nochmals zum Schluss: Ich habe nicht den Eindruck, dass die Mannschaft sich
aufgegeben hat.

 

Nachgefragt beim Fußballobmann Detlef Caspers

05. Oktober 2004

Redaktion: Herr Caspers, nach dem miserablen Saisonstart der ersten
Mannschaft mehrten sich erneut die kritischen Stimmen im Verein
gegen Ihre Person und dem Trainer Michael Jost. Wie sind Sie mit
dieser Kritik umgegangen?


Detlef Caspers: Kritik ist legitim. Jedoch sollte sie sachlich und offen
vorgetragen werden. Dies war leider in der Vergangenheit nicht immer
der Fall. Für konstruktive Kritik habe ich immer ein offenes Ohr. Um dies
zu zeigen, lade ich zu einer der nächsten Ausschußsitzungen alle ein,
die diesem Vereinsgremium Fragen stellen wollen. Anmerken möchte
ich noch, daß der Ausschuß beide Seniorenmannschaften vertritt und
beider Belange in diesem Rahmen besprochen werden.

Redaktion: Ist es Ihnen in den Sinn gekommen den Trainer nach den
ersten 6 Spieltagen vorzeitig abzulösen?


Caspers: Der Trainer stand bisher nicht zur Diskussion. Ich habe keine
Möglichkeit einen Trainer abzulösen. Dies kann nur im Verbund mit dem
geschäftsführenden Vorstand geschehen.

Redaktion: Der erste Saisonsieg sollte der Mannschaft Auftrieb geben,
glauben Sie dass das gesteckte Saisonziel von Trainer Jost mit einem
einstelligen Tabellenplatz erreicht werden kann?


Caspers: Als Antwort möchte ich eine Aussage von Radio Eriwan
benutzen, sie lautet: "Im Prinzip >Ja<" !!!

Redaktion: Es heißt immer der Zusammenhalt der ersten Mannschaft
wäre nicht gegeben. Sie, als ein Mann, der sehr nah an der ersten
Mannschaft steht, sollten dies beurteilen können. Wie ist die Stimmung
und der Zusammenhalt der Truppe?


Caspers: Nachvollziehbar für jedermann ist wohl, daß sich die Stimmung
innerhalb der Mannschaft erst nach dem 1. Saisonsieg verbessert hat.
Diesen Umstand kann man sicherlich auch auf die 2. Mannschaft
übertragen. Mittlerweile hat sich unsere 2. gefestigt und ich bin davon
überzeugt, daß wir mittelfristig wesentlich bessere Leistungen unserer
ersten sehen werden. Ist die Stimmung ok, wächst auch der Zusammenhalt.
Dies gilt auch im Privatleben.

Redaktion: Die Reserve beschwert sich laufend, dass weder Spieler/Trainer
der ersten Mannschaft noch Vereinsverantwortliche den Spielen der Reserve
beiwohnen. (Anmerkung der Radaktion: Es sollte möglich sein wenigstens die
erste halbe Stunde bei Auswärtsspielen der Reserve zu besuchen). Auch Sie
lassen sich selten bei den Spielen der zweiten Mannschaft sehen. Woran liegt
es und werden Sie versuchen dies zu ändern?


Caspers: Der gute Beobachter hat mit Sicherheit schon gesehen, daß
diesbezüglich Fortschritte zu erkennen sind. (Anmerkung der Redaktion -
Das Spiel der Reserve in Rahm wurde von vielen Spielern der ersten Mannschaft
genutzt, um die Reserve zu unterstützen.)

Redaktion: Die Reserve steckte sich selbst als Saisonziel den Aufstieg, was
sicherlich im Interesse des Vereins ist. Wie können und werden Sie bzw. die
erste Mannschaft die Reserve bei dem Ziel unterstützen?


Caspers: Diese Vorgabe halte ich für vermessen. Natürlich ist es richtig Ziele
vorzugeben und dabei 100% anzusetzen, aber ..........
Es gibt eine Absprache zwischen dem Trainer der 1. Mannschaft und dem
stellv. Obmann Hein Sachse, sie beinhaltet gegenseitige Hilfe.
 

 

 

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